Das Lehrkräfteseminar beschäftigt sich mit Fragen der Erinnerungskultur und Geschichtsvermittlung zur NS-Geschichte am Beispiel Münchens, das von den Nationalsozialisten mit dem “Ehrentitel” Hauptstadt der Bewegung versehen wurde. Tatsächlich steht die bayerische Metropole wie kaum eine andere Stadt für den Aufstieg und die Machtkonzentration der Nazis. Hier errichteten sie ein repräsentatives NSDAP-Parteiviertel und schufen mit dem bereits im März 1933 in unmittelbarer Nähe eröffneten KZ Dachau eines der ersten großen und dauerhaft betriebenen Konzentrationslager, das für den Beginn des systematisch organisierten nationalsozialistischen Terrors steht - alles in allem ein schweres Erbe, das das Nachkriegsmünchen bis heute vor gedenkkulturelle und erinnerungspolitische Herausforderungen stellt.
Im Rahmen des dreitägigen Programms erkunden die Teilnehmerinnen und Teilnehmer zentrale Lernorte wie die KZ-Gedenkstätte Dachau und die Kriegsgräberstätte Waldfriedhof (die Einbeziehung weiterer Gedenkorte ist geplant, aktuell läuft hierzu noch die Feinabstimmung mit möglichen Kooperationspartnern). Dabei setzen sie sich sowohl mit den historischen Hintergründen als auch mit didaktischen Zugängen auseinander. Das Seminar bietet Gelegenheit zum praxisorientierten kollegialen Austausch über Ansätze für den Unterricht, die Gestaltung von Exkursionen und die Zusammenarbeit zwischen Lehrkräften. Neben Führungen und Erkundungen werden Workshops zur Vermittlung von Lebensgeschichten durchgeführt, die neue Impulse für die Arbeit mit außerschulischen Lernorten geben.
Programmauszug folgt.
Termin: 18.-20. Juni 2026
Eigenbeitrag: 150,00 €
inkl. Programmkosten, Übernachtung im Einzelzimmer (auf Wunsch im Doppelzimmer) und Verpflegung
Anmeldung bis 3. Mai 2026
Der Volksbund ist anerkannter Träger der politischen Bildung (Bundeszentrale für politische Bildung).